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Research/ Studien
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Gold-Trendfolger sind Long-Beta: Gewinne nur in Aufwärtsphasen und fast nur long, in keiner mehr als Buy & Hold

Märkte
Gold
Zeitraum
2005–09/2026 · 4 Marktphasen
Stichprobe
5 Regeln × 4 Phasen · 5.465 Tage
Kosten
netto, 2 bps je Positionsänderung
Rendite pro Jahr je Regel und Marktphase: In den drei Aufwärtsphasen ist Buy & Hold jeweils der höchste Balken
Rendite pro Jahr je Regel und Marktphase: In den drei Aufwärtsphasen ist Buy & Hold jeweils der höchste Balken
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Datenbasis: Gold-Future (GC=F), Tagesschlusskurse von Yahoo Finance, 3. Januar 2005 bis 29. September 2026. Fünf Regeln mit Signal aus dem Schlusskurs des Vortags: Buy & Hold, 200-Tage-Schnitt (nur long und long/short), Donchian 55/20 (long/short) und 12-Monats-Momentum (long/short). Kosten 2 bps je Positionsänderung (1 bps = 0,01 %). Vier Marktphasen: 2005–2012, 2013–2018, 2019–2022, 2023–2026 (bis September). Benchmark: Buy & Hold. Keine Handelsempfehlung.

Gold stieg vom Tief Ende 2022 bei 1.631 USD auf 5.318 USD am 29. Januar 2026, zuletzt lag es bei 4.180 USD. Viele öffentlich gezeigte Gold-Strategien sehen seit 2023 sehr gut aus, und die naheliegende Deutung lautet: Die Regel erkennt den Trend.

Wir prüfen die Gegenthese. In einem Bullenmarkt ist eine Trendregel fast immer long, und dann misst ihre Kurve vor allem den Goldpreis, das sogenannte Long-Beta. Der Test ist einfach: dieselben Regeln über mehrere Marktphasen laufen lassen und mit Buy & Hold vergleichen.

Gold-Future 2005 bis 2026 auf logarithmischer Skala mit vier schattierten Marktphasen und dem 200-Tage-Schnitt

Gold-Future, Tagesschluss, logarithmische Skala. Schattiert die vier Marktphasen mit der Jahresrendite von Buy & Hold, orange der 200-Tage-Schnitt. Die Phasengrenzen folgen dem bekannten Kursverlauf und sind nicht statistisch bestimmt.

1. In keiner Aufwärtsphase schlägt eine Regel Buy & Hold

Donchian 55/20: long bei neuem 55-Tage-Hoch, Ausstieg beim 20-Tage-Tief, spiegelbildlich short. Momentum: long bei positiver Rendite der letzten 252 Handelstage, sonst short. 200-Tage-Schnitt: long über dem Mittel der letzten 200 Schlusskurse, sonst flach (nur long) oder short (long/short). Rendite pro Jahr: 252 mal die mittlere Tagesrendite nach Kosten.

Rendite in % pro Jahr 2005–2012 2013–2018 2019–2022 2023–2026
Buy & Hold +19,2 −3,4 +10,3 +24,2
200-Tage-Schnitt, nur long +13,6 −2,8 +2,4 +23,7
200-Tage-Schnitt, long/short +9,0 −2,3 −5,5 +23,1
Donchian 55/20, long/short +1,0 −2,6 −3,2 +10,3
12-Monats-Momentum, long/short +1,7 −1,4 −0,9 +20,0

Buy & Hold liegt in drei von vier Phasen vorn, 2023–2026 mit 24,2 gegen höchstens 23,7 % pro Jahr. Seit 2023 war der 200-Tage-Schnitt 91 % der Zeit long, das 12-Monats-Momentum 98 %, Donchian 55 %. In dieser Phase sind Schnitt und Momentum kaum mehr als Buy & Hold mit kurzen Pausen. In der schwachen Phase 2013–2018 verlieren alle fünf Varianten, die Regeln mit −1,4 bis −2,8 % etwas weniger als Buy & Hold mit −3,4 %. Von 2013 bis 2022 sind die Regeln flach oder negativ.

Rendite pro Jahr je Regel und Marktphase: Buy and Hold ist in drei der vier Phasen der höchste Balken

Rendite pro Jahr nach Kosten je Regel und Marktphase (grau: Buy & Hold). In den drei Aufwärtsphasen ist Buy & Hold jeweils der höchste Balken.

2. Die Gewinne kommen von der Long-Seite

Die drei Long/Short-Regeln gehen auch short. Das hat Geld gekostet: Die Short-Seite verlor in 9 von 12 Zellen aus Regel und Phase, −37 bis −59 Prozentpunkte in 2005–2012 und −2 bis −16 in 2023–2026, als die Long-Tage +55 bis +88 beitrugen. Positiv war sie nur 2013–2018 (+0,1 bis +6,2).

Beitrag der Long-Tage und der Short-Tage in den drei Long/Short-Regeln je Marktphase

Summe der täglichen Nettorenditen auf Long-Tagen (dunkel) und Short-Tagen (orange) in Prozentpunkten, nicht annualisiert. Die Phasen sind 8, 6, 4 und knapp 4 Jahre lang.

Was das heißt

Die Rendite der Gold-Trendfolger seit 2023 ist zum größten Teil die Rendite von Gold. Eine Regel, die 2023–2026 über 20 % im Jahr macht und 2013–2022 nichts, hat in dieser Messung keinen Vorteil gezeigt, sondern Long-Beta. Fair ist der Hinweis auf das Risiko: Der 200-Tage-Schnitt (nur long) hatte in drei von vier Phasen den kleineren Drawdown als Buy & Hold (2023–2026: −19,4 gegen −24,9 %, Sharpe-Wert 1,25 gegen 1,20). Das ist Risikominderung durch Zeit außerhalb des Marktes, kein Renditevorteil. Bei einer öffentlich gezeigten Gold-Strategie lohnen drei Fragen: Anteil der Zeit im Markt, Vergleich mit Buy & Hold in derselben Phase, Verlauf über 2013 bis 2022.

Grenzen

  • Datenquelle. Gold-Future als fortlaufende Reihe mit Rollsprüngen, kein Spot und kein CFD. Intraday-Stops, Hebel und CFD-Finanzierungskosten (Swap, tägliche Gebühr für gehaltene Positionen) fehlen, die Kosten sind pauschal 2 bps je Positionsänderung (long auf short zählt doppelt).
  • Keine Signifikanztests. Die Auswertung liefert Renditen, Sharpe-Werte und Drawdowns je Phase, aber keine Standardfehler, keinen Zufallsmarkt und keinen Holdout. Die vier Phasen sind 4 bis 8 Jahre kurz, ein Phasenwert ist eine Ziehung.
  • Nicht getestet: andere Parameter (etwa 100 oder 150 Tage), Volatilitätsskalierung, Stops, andere Rohstoffe. Die Studie zeigt nur, dass diese vier Standardregeln in Aufwärtsphasen nicht mehr als Buy & Hold liefern.

Alle Musterfamilien des Scans im Überblick. Verwandt: Referenzkerzen auf FX und Gold, sieben Paper-Anomalien nach Kosten, Trading-Strategie mit KI: die Fehler im Code.


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Disclaimer: Historische Statistiken sind keine Garantie für zukünftiges Marktverhalten. Diese Studie ist keine Anlageberatung. Trading birgt Verlustrisiken bis hin zum Totalverlust.